Podcasts aus Politik und Wirtschaft von Andrea Protscher

Podcasts aus Politik und Wirtschaft von Andrea Protscher

Hörbar Protscher

Transkript

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00:00:10: Einen schönen guten Tag wieder einmal zu einem neuen Podcast des DVE.

00:00:15: Ich bin Erich Wittenberg und mit dabei ist wie immer Andrea Protscher.

00:00:20: Hallo, schönen Guten Tag auch von mir!

00:00:22: Heute möchten wir über ein Thema sprechen das sich erst einmal kompliziert anhört aber im Grunde gar nicht isst

00:00:29: Richtig.

00:00:30: es ist immer eine Frage der Herangehensweise.

00:00:33: Wir wollen über diskriminierungskritische Ergotherapie sprechen und eine Broschüre, die von der gleichnamigen Projektgruppe im DVE veröffentlicht wurde.

00:00:44: Und dazu begrüßen wir Eila Sirka und Julia Moor.

00:00:48: Sie sind stellvertretend für viele Mitarbeiterinnen der Projektgruppen uns heute zugeschaltet.

00:00:53: Guten Tag Eila und Julia.

00:00:56: Hallo

00:00:57: Was hat sie dazu gebracht, sich so intensiv mit diskriminierungskritischer Ergotherapie zu befassen?

00:01:03: Und wie lange begleitet das Thema ihre Profession schon.

00:01:08: Ja also ich sag mal so... Ich bin durch meine Personen sowieso betroffen mein Leben lang, ob ich das möchte oder nicht auch innerhalb der Ergotherapie.

00:01:18: Es ist immer eigentlich wichtig sie erstmal zu positionieren.

00:01:22: Ich bin weiblich, ich bin cis.

00:01:24: Ich bin hetero.

00:01:25: Bin jemand ja eine Person die sich als BIPOC bezeichnet und sich dementsprechend nicht aus der eigenen Haut schälen kann.

00:01:34: Und deswegen das Thema immer präsent ist auch in einer Aerotapie da, die ja nicht von Fehlern frei ist sondern durchaus genauso viele hat wie die Gesellschaft.

00:01:44: Deswegen ist das Thema so wichtig dass man es anspricht, dass man seine Position nutzt um sowas anzusprechen.

00:01:52: Und wie ist das bei Ihnen, Julia?

00:01:54: Bei mir kam die Auseinandersetzung eigentlich wirklich erst sehr spät.

00:01:59: Als weiße Zissfrau war ich von dem Thema Diskriminierung in ganz vielen Hinsichten lange nicht so stark berührt oder fast gar nicht und ich muss auch dazu sagen... eher sehr apolitisch lange Zeit unterwegs gewesen bin, so richtig bewusst geworden ist mir das Thema so dass ich es auch für mich als sehr bedeutsam anerkannt habe während des Studiums.

00:02:28: Das ist also nicht während der Ergotherapie Ausbildung passiert sondern später erst als sich berufsbegleitend Ergoterapie studiert habe und da dann durch eine Vorlesung, durch Frank Kronenberg auf das Thema Rassismuskritik aufmerksam geworden bin.

00:02:43: Und das hat eigentlich für mich dieses Fass richtig aufgemacht und mir die Augen geöffnet.

00:02:49: Das war würde ich sagen die emotionalste Vorlesungen und dann kam danach halt weitere Schritte.

00:02:56: Mit einigen anderen Mitstudierenden habe ich dann dazu auch geforscht.

00:03:02: Eine Bachelorarbeit geschrieben bin in der Zeit, die ist also nicht aus unserer Idee direkt entstanden sondern durch eine externe Anfrage ob wir da zu diesem Thema forschen würden und das habe ich mit den anderen Mädels gemacht.

00:03:17: Und nach dieser Bachelorarbeit ja Ja, nicht nur wissenschaftlich.

00:03:22: Interessanter Prozess war sondern auch persönlich mit extrem viel Auseinandersetzungen einhergegangen ist.

00:03:28: das war eine Forschungsarbeit zum Thema Rassismuskritik und der Ergotherapie.

00:03:33: später kam es dann dazu dass ich auch Eiler kennenlernen durfte und eigentlich was jetzt so entstanden ist verbinde ich ganz stark mit Eiler und ihrem Engagement über Netzwerk-Projektgruppe.

00:03:48: Das ist eigentlich sehr auch auf ihre Bemühungen gewachsen.

00:03:53: Wir werden ja nun in eine Welt hineingeboren, in der Rassismus und Diskriminierung seit Jahrhunderten strukturell verankert sind – und heute stärker zutage treten!

00:04:04: Wie kann ich mich persönlich dazu verhalten?

00:04:06: Wie kann Ich meinen Blick und mein Handeln schärfen wenn ich es bis jetzt noch nicht getan

00:04:11: habe?!

00:04:12: Ja, das ist eine gute Frage.

00:04:13: Erst mal muss man dazu tatsächlich sagen, Diskriminierung ist ja nicht neu.

00:04:17: Das ist ein Thema was schon immer da ist.

00:04:20: Bewusstsein hat sich nur verändert oder beziehungsweise verschoben und das ist etwas Gutes.

00:04:26: Das Wichtige dabei ist bei dieser Verschiebung oder diesem Bewusstsein dass durch die sozialen Medien oder auch durch die digitale Welt natürlich die Möglichkeiten ganz anders sind zu informieren nicht nur zu informieren, sondern auch sich stark zu machen durch digitale und soziale Medien.

00:04:48: Also man kann schon auf jeden Fall seinen Blick verändern wenn man sich mit dem Thema beschäftigt Und ich meine wir haben jetzt zum Kongress die schöne Broschüre rausgebracht.

00:04:57: das sind ganz viele Tipps da sind ganz viel Sachen bei um sich langsam mit dem thema zu beschäftigen und dieses Privileg zu haben vielleicht so sagen Boah es ist aber jetzt schweres Thema und ich brauche mal eine Pause was bei vielen gegeben ist, um langsam mit dem Thema zu starten.

00:05:15: Falls ein Thema ist das ja schon irgendwie auch in die persönliche Reichweite geht und einem die eigenen Grenzen vielleicht auch noch mal zeigt?

00:05:24: Ich würde Eila auf jeden Fall komplett zustimmen.

00:05:28: also wir haben kein neues Thema in den Händen.

00:05:31: es gibt die verschiedensten Form von Diskriminierung schon seitdem es die Menschheit im Grunde gibt auch eine Aufgabe sich damit auseinanderzusetzen, die vielleicht nie so richtig gelöst wird.

00:05:45: Aber um das was Eiler eben gesagt hat nochmal zu bestärken viele verschiedene Perspektiven haben gerade die Möglichkeit in der heutigen Zeit sich mehr zu zeigen und dann wirkt es vielleicht so als wären manche Themen neu.

00:06:00: aber sie sind nicht neu sondern Sie haben eine andere Möglichkeit auch gesehen zu werden und dass ist ein so wichtiger Prozess.

00:06:07: gleichzeitig gibt es dann aber auch ganz, ganz viele Reibereien und Unruhen.

00:06:12: Und heute in dieser Welt, wie wir sie jetzt gerade vorfinden, häufen sich Unruhe und ich glaube dass damit auch das Risiko ansteigt für gefährliche menschenfeindliche Entwicklung.

00:06:27: Es ist also ein ganz wichtiger Zeitpunkt sich jetzt damit auch mehr auseinanderzusetzen.

00:06:33: Gibt es Diskriminierung auch im Gesundheitswesen und in sozialen Berufen?

00:06:38: Und wie sollte ich als Ergotherapeutin damit umgehen.

00:06:42: Ich würde es tatsächlich eher genau umgekehrt sagen, im Sinne von Es ist tatsächlich ein normaler Punkt wenn ich mir mit offenen Augen das Gesundheitswiesen anschaue.

00:06:53: da sind überall Diskriminierungspunkte nicht nur im Gesundheits- wesen oder soziale sozialen berufen.

00:07:00: sie werden nur bewusster Je mehr ich mich damit auseinandersetze, aber die Diskriminierung gibt es ja schon.

00:07:05: Die gibt das in Fachbüchern und in den Berufen selber.

00:07:09: Es gibt im Umgang mit den Menschen gibt's Diskriminierungen.

00:07:12: Sie werden jetzt nur bewusster wahrgenommen.

00:07:14: Also sie sind schon in der Mitte der Gesellschaft.

00:07:17: Um sie wieder aus der Mitte dieser Gesellschaft zu kriegen ist dieses Bewusstsein so wichtig.

00:07:22: Und um sich damit aueinanderzusetzen, ist unsere Woche schön natürlich wieder ganz toll!

00:07:27: sich bewusst auseinanderzusetzen, was beinhaltet das eigentlich?

00:07:31: Das Privilegien, dass Machtverhältnisse.

00:07:35: Um einfach sich bewusst zu machen in welcher Position bin ich selber eigentlich und was kann ich dagegen tun um mir das bewusstzumachen oder auch um Sachen zu verändern.

00:07:45: Und dafür ist es tatsächlich ganz gut weil es gibt jetzt nicht die Lösung mit... Ich backe einen Kuchen und bin jetzt diskriminierungskritisch.

00:07:53: Das gibt's leider nicht.

00:07:56: dem Auseinandersetzen, mit dem eigenen Verhalten.

00:07:58: Mit dem wie bin ich aufgewachsen?

00:08:01: Wobei da ja niemand kritisiert wenn man Sachen Medien toll fand als Kind und gesagt habt das habe ich gerne geschaut gelesen gehört.

00:08:09: Man muss sich dann nur damit auseinandersetzen ist es vielleicht noch in Ordnung oder sollte man auch manche Sachen kritisch sehen und einfach hinterfragen?

00:08:18: Das Gesundheitswesen und der Bereich sozialer Arbeit ist ja wirklich ganz breit gefächert.

00:08:25: Also man kann sich meistens die Frage selber ganz gut beantworten, wenn man sich damit auseinandersetzt wie Diskriminierung funktioniert und das ist ja häufig auch mit Annahmen beginnt.

00:08:37: mit Dingen, die man irgendwann mal gelernt hat und als in Ordnung empfunden hat.

00:08:42: Und irgendwann merkt auch so solche Denk- oder Redensweisen sind nicht in Ordnungen.

00:08:49: Die haben eine diskriminierende Wirkung.

00:08:51: das hängt ganz viel mit der Sozialisierung zusammen.

00:08:54: Und je nachdem wie wir auch in Teilen sozialisiert werden tragen wir das ja auch in die Bereiche, in denen wir arbeiten mit rein.

00:09:02: Und von daher würde ich sagen, wo es Menschen gibt ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß.

00:09:07: Dass das auch Diskriminierung geben kann.

00:09:10: und es gibt auch Studien dazu, die tatsächlich zeigen dass es zum Beispiel sehr viel Rassismus auch im Gesundheitswesen gibt.

00:09:19: und von daher als ein Fachberuf der Teil des Gesundheitswesens ist sollte sich die Ergotherapie damit auf jeden Fall auch gezielt auseinandersetzen und schauen wo sind eigentlich Gefahrenpotenziale für Diskriminierung, sowohl für Rassismus wie auch für ganz viele andere Diskriminierungsformen.

00:09:39: Eiler hat ja schon darauf hingedeutet dass es in der Broschüre viel verschiedene Formen gibt auf die wir versucht haben einzugehen um das aufzuzeigen.

00:09:48: Diskriminierung manifestiert Machtverhältnisse und Privilegien.

00:09:53: Welchen Diskriminerungsformen kann man im ergo-therapeutischen Prozess eigentlich begegnen?

00:09:59: Sie haben in der Broschüre zu diskriminierungskritischen Ergotherapie verschiedene Ebenen angesprochen.

00:10:05: Können sie das bitte etwas näher ausführen?

00:10:08: Ich würde gerne noch mal sagen, dass also nicht nur Diskriminierung manifestiert Machtverhältnisse sondern das ganze Leben ob ich in der Schule bin oder ob ich arbeite.

00:10:17: es gibt immer verschiedene Macht Verhältnisse und wir haben in einer Broschür einmal Diskriminierungsformen und Diskriminationsebenen unterschieden Also einmal die Diskriminierungsformen, die einfach diese Unterscheidung beinhaltet.

00:10:33: Also das Warum ist... betone mal warum in Gänsefüßchen lieber?

00:10:36: Weil natürlich es gibt keinen Grund Menschen zu diskriminieren aber es gibt natürlich unterschiedliche Formen, warum jemand diskriminiert wird.

00:10:44: also zum Beispiel von einer Unterscheiding oder eine Andersbehandlung gibt es ja Möglichkeiten.

00:10:51: Da muss ich mal selber noch einmal reingucken.

00:10:53: Es ist übrigens auf Seite elf, als jemand gerade die Broschiebster Hand hat.

00:10:56: Da sind die verschiedenen Diskriminierungsformen in Kurzformat reingesetzt und das allgemeine Gleichstellungsgesetz hatte tatsächlich eine Unterscheidung zwischen ethnischer Herkunft, Geschlechtsidentität, Religion, Behinderung oder gründliche Krankheiten alter oder Sexualität bzw.

00:11:16: sexuelle Identität.

00:11:18: Und dann haben wir natürlich noch die Ebenen die je nachdem, welche Medien mal fragt unterschiedlich ausfallen können in strukturell, institutionell, diskursiv und individuell.

00:11:30: Also es sind schon zwei verschiedenen Arten, die man da unterscheiden kann – die aber natürlich auch ineinander haken.

00:11:36: Es gibt nie das eine ohne das andere.

00:11:39: Das ist natürlich immer schwierig und es ist viel großes Thema.

00:11:42: wenn wir damit einmal anfangen müssen wir uns mal gucken Okay, habe ich das verstanden?

00:11:46: Brauche ich noch mal was genau.

00:11:48: Und vielleicht möchte Julia die Ebene nochmal ein bisschen erläutern damit ich nicht alleine hier so viel rede.

00:11:54: Kann ich gern machen.

00:11:55: bei den Ebenen, Eile hatte ja gerade schon gesagt unterscheiden wir so ein bisschen was ist strukturell, was ist institutionell diskursiv oder individuell?

00:12:05: Das Individuelle ist im Grunde das, was wir hier jetzt gerade auch in unserem Interview haben.

00:12:11: Die persönliche Ebene die man von Mensch zu Mensch auslebt.

00:12:15: also was sagt man?

00:12:17: Was denkt man wie gestaltet man eben so zwischen menschlicher Kontakte und bei der diskussiven Ebene?

00:12:24: Wenn wir jetzt die Regierer aufschlagen, dann setzen uns genau mit der Ebene auseinander.

00:12:29: Also alles das was im Grunde auch zum Beispiel die Medien umfasst in denen eben verschiedene Themen behandelt werden wie Diskriminierung oder eben auch die Medien denen so etwas fehlt.

00:12:41: Das heißt, es können auch die Bücher sein.

00:12:43: Und ich meine das Eiler vorhin schon einmal so Literatur angesprochen hat denn zum Beispiel auch die Materialien, die wir in einer Ergotherapie Praxis auslegen also Bücher, die Wir nutzen, die können ja auch anregen sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

00:13:02: Also ist ein bisschen die diskursive Ebene und institutionell sind das eben die ganzen Einrichtungen, sage ich mal die Institutionen der Ergotherapie.

00:13:13: Die daran beteiligt sind wie sich mit den Themen auseinandergesetzt wird oder auch nicht, die daran eine Mitverantwortung tragen inwiefern Räume geschaffen werden können.

00:13:25: und wir haben Strukturen.

00:13:26: Strukturn ist auch nochmal ein spannendes Thema zum Beispiel die Gesetze, die ja auch unseren Beruf begleiten, die Grundlage für unseren Beruf bieten.

00:13:36: Auch da ist es ganz interessant irgendwann mal geguckt, also ein paar Begriffe die mit dem Thema Diskriminierung zusammenhängen.

00:13:45: Eingegeben um die ergotrapolitische Ausbildungs- und Prüfungsverordnung danach abzusuchen.

00:13:52: Also das einzige was eben nahe kommt ist der Begriff Ethik ansonsten.

00:13:56: Also Diskriminierungen kommt nicht einmal vor.

00:13:59: es ist glaube ich ganz spannend.

00:14:00: da merkt man schon inwiefern berücksichtigen Strukturen gewisse Themen eine Grundlage dafür bilden, wie sich der Beruf entwickelt.

00:14:12: Also wird es schon vorgegeben, dass in der Ausbildung über Diskriminierung gesprochen wird oder nicht?

00:14:18: Per Gesetz ist aktuell nicht der Fall und das prägt dann auch, wie vielleicht das einzelne Curriculum geschrieben wird auf einer institutionellen Ebene und die Art und Weise, wie Individuen dieses Thema mittragen oder halt auch nicht.

00:14:35: Es gab letztes Jahr eine interessante Studie übrigens dazu aus der Aerotherapie, die sich genau damit befasst hat.

00:14:41: Die Gruppe der Studierenden hat sich nämlich tatsächlich damit befasst wo das Thema im Korrigulum verankert ist.

00:14:52: Ich sag mal etwas traurig für die Aerotherapien und noch sehr ausbauffällig.

00:14:56: aber es ist ja gut dass gerade solche Studien gemacht werden um sich bewusst zu machen wie wenig das Thema noch vertreten ist.

00:15:03: Und ich finde immer, das ist so schwierig manchmal zu auseinanderzuhalten über institutionelle Diskriminierung und strukturelle Diskriminierungen.

00:15:11: Kammer da war einmal ganz gut für mich.

00:15:13: als Beispiel, das hatte Julia eben schon gesagt zum Beispiel institutionell passiert auch durch das Racial Profiling der Polizei.

00:15:21: Der Fall des jetzt angeschossenen Jungen Ist tatsächlich ganz schlichtes Racial profiling.

00:15:27: ein Junge, der vielleicht nicht Deutsch aussieht, der einen Spielzeug in der Hand hat direkt angeschossen hat nichts damit zu tun, dass das in irgendeiner Weise oft Individendiskriminierung zu tun hat oder sonstiges.

00:15:40: Oder was auch immer da für Gründe teilweise erst benannt worden sind ist es schlichter Rassismus und das muss man auch so sagen.

00:15:48: und schlichte Rassismus tötet.

00:15:50: Rassistmus tötelt weil die Leute nicht darüber nachdenken was das für Auswirkungen hat.

00:15:55: und eine strukturelle Diskriminierung Das ist natürlich jetzt ein krasses Beispiel gewesen gibt es natürlich auch Und die finden wir auch zum Beispiel in Kleinigkeiten, ne?

00:16:05: Wenn man ein anderes Beispiel nimmt im Gesundheitswesen und Studien.

00:16:08: Es gibt natürlich mehr Studien zur Haarausfall bei Männern als zu endometriose.

00:16:13: Und da kann man sich natürlich fragen wie kann das sein?

00:16:16: Wie kann es sein dass das Haaraus Fall einen so wichtiger Punkt in den Studienfragen des Gesundheitsweseneinnimmt?

00:16:23: aber endometrioase was ja auch tödlich verlaufen kann und sehr schmerzhaft ist Da sieht man halt die Auswirkungen wieder.

00:16:31: Es ist im Zweifelsfall immer ein tödlicher

00:16:34: Verlauf.".

00:16:36: Ich möchte jetzt das Thema Intersektionalität ansprechen, welche Bedeutung kommt ihr in diesem Zusammenhang zu und inwieweit spielt sie hier in unser Thema hinein?

00:16:47: Intersektionalität ist ein super wichtiges Thema.

00:16:50: Die Kimberly-Cranshaw, die diese Berifflichkeiten ja auch geprägt hat und in die Welt hinausgetragen hat, hat ja festgestellt... Also es gibt verschiedene Punkte, die mich gleichzeitig betreffen können.

00:17:00: wenn ich jetzt von mir spreche, betrifft mich nicht nur Assismus sondern natürlich eine ungleiche Geschlechterbehandlung und das heißt Ich habe zwei Diskriminierungsformen, die sich betreifen und deswegen ist das eine Interseksionalität weil's nicht nur einen Sektor befasst Zweifel oder mehrere.

00:17:18: Das kann natürlich auch verschiedene Formen haben von Geschlecht, Behinderung oder auch vielleicht sozialer Status dann Religion Alter.

00:17:27: also ich sag mal da sind leider keine Grenzen gesetzt was Intersektionalität betrifft und kann ein ja auch betreffen.

00:17:33: mein junger Mensch zum Arzt geht aufgrund von Schmerzen.

00:17:38: Dieser junge Mensch ist vielleicht auch noch schwarz und hat Hautprobleme.

00:17:41: Und der Arzt ist nicht ausgebildet bei Hautproblemen für andere Haut, weil die Fachbücher immer nur Bilder- und Fachstudien zu weißer Haut zeigen.

00:17:50: Dementsprechend ist da natürlich die Betroffenheit ganz groß.

00:17:54: Weil die wenigsten Ärzte natürlich sagen ich kenne mich damit nicht aus aber wir haben Experten X Y und dann kann das natürlich dazu führen dass es keine Gleichbehandlung in dem Fall gibt.

00:18:05: Es wird ja auch in die Meteorose immer ganz schwer erkannt oder gar nicht.

00:18:09: Dann ist es natürlich immer schwierig, da das immer so auseinander zu friemeln weil wir immer von mehreren Formen betroffen sind.

00:18:15: Es sei denn wir sind ein Mitte dreißig weißer junger Mann in der Mitte der Gesellschaft verdient gut.

00:18:22: Der hat wahrscheinlich das Privileg zu sagen ich sehe da gar keine Probleme, weil er einfach von keiner einzigen Diskriminierungsform betroffen ist.

00:18:30: Ich wollte auch noch ganz kurz sagen diskriminierung hat immer immer immer folgen gesundheitliche Folgen in kurz oder auch langfristig, es kann psychische, es können physische Folgen haben.

00:18:40: Auch das kann wie immer tödlich

00:18:42: sein.".

00:18:44: Heiler hat ja gerade auch viele Beispiele genannt so im zum Beispiel ärztlichen Bereich wenn es darum geht vielleicht erstmal weiterführende Hilfen und Behandlungen zu verordnen Wenn es da schon Schwierigkeiten gibt dass gewisse Behandlungsbedarfe nicht gesehen werden auf jeden Fall gesundheitliche Folgen haben, schlimme gesundheitlichen Folgen bis hin zu lebensbedrohlichen Folgern.

00:19:10: Und im Rahmen der Ergotherapie ist es auch wichtig sich mit dem Thema Intersektionalität und Diskriminierung generell auseinanderzusetzen, denke ich weil wir nicht immer alles gleich sehen und erkennen können.

00:19:26: Es ist wichtig, sich für diese Themen zu sensibilisieren und damit auch Räume zu schaffen in denen sich Menschen sicher fühlen können, indem sie sich verstanden fühlen.

00:19:37: Und wenn ich daran denke dass ich vor einigen Jahren noch so blind war für dieses Thema muss ich mir einfach an der Stelle auch eingestehen das ich für viele Menschen nicht das passendelgegen über hätte werden können.

00:19:53: Ich hoffe, dass das jetzt in meinem Prozess schon anders ist.

00:19:57: Aber gerade bei der Intersektionalität hat Eiler ja eben schön veranschaulich.

00:20:04: Da gibt es so viele Überschneidungen aufgrund ihrer Menschen benachteiligt werden und unser Hauptanliegen in der Ergotherapie ist es, Menschen dazu zu befähigen oder dabei zu unterstützen die Dinge zu machen, die für sie wirklich wichtig sind.

00:20:19: Die für ihr Leben wichtig sind, die zu ihrer Entfaltung im besten Falle sogar beitragen.

00:20:24: Die ermöglichen das Sie in den Bereichen teilhaben können, die Für sie wichtig

00:20:28: sind.".

00:20:29: Da möchte ich gerne noch einmal nachhagen und zwar des Verhältnis Ergotherapeutin und Klientin betreffend auch dass es ja nicht auf einer gleichen Ebene zu lokalisieren.

00:20:39: ist hier eine besondere Sensibilität erforderlich?

00:20:43: worauf muss sich als Ergotherapäutin achten?

00:20:46: Beziehungsweise, worauf achte ich jetzt mehr?

00:20:49: Bin ich mich mit dem Thema der diskriminierungskritischen Ergotherapie auseinandergesetzt habe.

00:20:55: Ich hab gerade kurz überlegt ob das so sein sollte oder nicht so sein soll und würde tatsächlich auch sagen Das sollte schon so sein dass man auf gleicher Ebene agiert Auch wenn die Gedanken früher immer waren der oder die Therapeutin.

00:21:13: Die Experten für die jeweiligen sind, aber die Klienten sind ja die Experten ihres eigenen Lebens.

00:21:19: und ich das ganz wichtig finde dass nicht wir darüber urteilen was ich wichtig finde oder nicht wichtig finde sondern die die Klienzen selber.

00:21:28: und deswegen ist es so schwierig.

00:21:30: natürlich is einen Machtverhältnis da einfach.

00:21:33: also im Zweifelsfall kann man das wirtschaftlich sehen.

00:21:36: Wir sind ein Dienstleister Ich persönlich arbeite in der Praxis, da sind wir natürlich in einem Dienstleister.

00:21:41: Wir haben Verträge so und aber... In der Behandlung selber finde ich es wahnsinnig wichtig egal bei welchem Klientel ob Kinder Erwachsene das Machtverhältnis sich nicht zu sehr unterscheidet weil jeder hat immer ein Recht auf eine eigene Entscheidung oder auf eigenen Willen.

00:22:00: auch bei Kindern ist es wichtig wenn die Aufgaben vielleicht blöd finden und sagen nee das möchte ich nicht machen Alternativen zu geben.

00:22:09: Also es gibt ja auch das Recht der eigenen Meinung und es gibt das Recht auf eine Entscheidungsfreiheit Und das finde ich sehr, sehr wichtig darauf zu achten.

00:22:18: Was kann ich denn geben?

00:22:19: Und es gibt ja meistens wirklich immer alternativen Sachen zu verändern und darauf einzugehen.

00:22:26: Wir sind in der Praxis auch so eine Art Safe Space.

00:22:29: Man darf Fehler machen.

00:22:30: Es ist gewünscht, dass man das Fehler nicht Schlimmes sind.

00:22:34: Man kann Sachen wegradieren, also dass wir einen Raum bieten können, in dem wir voll mit Fehlern sein können Und wir nicht die Machtpersonen sind und sagen, das war jetzt aber richtig doof.

00:22:47: Das kannst du doch besser!

00:22:49: Weil das erzeugt ja auch nur Druck- und Druckerzeugt Stress... ...und Stress ist auch schlecht für die

00:22:55: Gesundheit.".

00:22:56: Und es ist ja auch nicht gut für die Therapie.

00:22:59: Julia, möchten Sie hierzu noch etwas sagen?

00:23:02: Mir geht's auch darum als Ergänzung dass wir den Menschen ja etwas mitgeben wollen sie darin unterstützen wollen so viel Eigenständigkeit wie es ihnen möglich ist zu entwickeln und auszubauen.

00:23:16: Und wenn die Schieflage in der Ergotherapie zu stark wird, wenn ich also vielleicht auch in Entscheidungsprozessen zu viel Raum als Ergotherapeutin einnehme das zum Beispiel kann ja diese Schieflage verstärken dann schmälert das eigentlich den Raum direkt für mein Gegenüber die Klientinnen, da eigenständig zu werden.

00:23:40: Sich selber darin zu erleben, eigene Entscheidungen zu treffen, eigene Wege auszuprobieren und darin auch selbstwirksam zu werden.

00:23:48: Also wer zu viel Macht einnimmt in der Therapie schmälert damit als Therapeuten den Raum des Gegenübers Und das kann nicht so mit dem Ziel konform gehen dass wir eine Ergotherapie verfolgen.

00:24:02: Deswegen ist es super super wichtig eben zu überlegen, okay wie kann ich diese Räume so gestalten dass meine Klienten wirklich ihre Ziele auch erreichen.

00:24:12: Also ich merke gerade während dieses Interviews das sich jedes mal darüber nachdenken ob ich diese oder jene Redewendung überhaupt noch gebrauchen darf.

00:24:21: Wie gehe ich mit sprachlicher Diskriminierung um unter Umständen auch mit meiner eigenen unbewussten?

00:24:30: Auch das Thema haben wir in unserer Broschüre natürlich drin, wenn auch nur kurz.

00:24:33: Also wir haben manche Themen leider nur etwas kurz weil eine Broschür ja auch noch eine gewisse Anzahl an Seiten haben darf bevor es ein Buch wird.

00:24:41: bei dem Thema was darf ich eigentlich noch sagen?

00:24:43: Das ist ein großes Thema ein wichtiges Thema kann man von verschiedenen Seiten aus sehen.

00:24:48: Es gibt natürlich Begrifflichkeiten die aus der Historie geprägt sind Die nicht positiv gemeint sind und auch nie waren.

00:24:58: Und wenn ich mir dessen bewusst sind, dass sich manche Wörter zu manchen Menschen nicht sagen sollte – auf gar keinen Fall.

00:25:05: Weil sie einfach nicht angemessen, sie sind nicht positiv besetzt und ich aber trotzdem in der Meinung bin, ich müsste solche Menschen diffamieren mit solchen Wörtern muss ich immer damit rechnen Aktion, eine Reaktion hervorrufen kann.

00:25:21: Also wenn ich natürlich Menschen mit Begriffen beleidige, kann es immer sein dass sie natürlich nicht so reagieren wie ich vielleicht denke und Ich vielleicht auch körperliche Reaktionen hervor rufen kann.

00:25:33: Deswegen ist ein bewusst machen mit letzten Endes kann jeder sagen wir haben einen Land der Meinungsfreiheit was er möchte.

00:25:39: Er muss nur damit rechnen die Person das Natürliche Reaktions immer.

00:25:43: Dabei möchte ich das aber bewusst nicht, also möchte ich niemanden verletzen und mich bewusst damit auseinandersetzen.

00:25:50: Muss ich auf meine eigene Wortwahl immer schon ein bisschen achten und überlegen ist es noch zeitgemäß oder gibt es da vielleicht Möglichkeiten andere Wörter zu benutzen die neutraler sind?

00:26:03: Ich kann auch mal die Person teilweise anfragen.

00:26:06: Es gibt ja einen Unterschied zwischen den eigenen Pronomen oder den eigenen Beschreibungen oder Bezeichnungen, so würde ich es vielleicht eher sagen.

00:26:14: und dieses Bewusstmachen wie rede ich mit anderen Menschen ist ein Teil des ganzen Prozesses des Bewustmachens der diskriminierungskritischen handeln und sprechen.

00:26:26: Und ist natürlich auch ein Prozess wichtig, wenn jemand sagt, das ist jetzt vielleicht nicht so nett gewesen.

00:26:32: Könntest du das vielleicht lassen?

00:26:34: Oder das fand ich jetzt nicht in Ordnung, dass man das annehmen kann.

00:26:38: Annehmen von Fehlern der eigenen Seite ohne direkt mit Ich wollte ja nicht!

00:26:43: Das ist gar nicht die Frage.

00:26:44: Es hat jemand gesagt, es ist nicht so schön und würde sich das anders wünschen.

00:26:49: Da ist ein Fehler passiert.

00:26:51: Die beste Reaktion, die man machen kann ist Entschuldigung.

00:26:53: Das wollte ich nicht!

00:26:54: Ich gelobe Besserung.

00:26:56: Weil wir ja nur uns ändern können wenn wir uns selber bewusst machen Wir können Fehler machen und darauf angesprochen werden.

00:27:04: Und dann ist es doch an mir zu sagen, dass ich gerne etwas ändern möchte und zwar bewusst und muss das dann auch einfach annehmen können ohne in die Schleife oder Gefahr zu laufen kleiner zu gehen als es eigentlich ist.

00:27:18: Wenn ich mit Wörtern Menschen verletze und es auch tue, bewusst oder unbewusst Es ist ganz wichtig finde ich Fehler anzunehmen und sich zu entschuldigen Und dann noch mal so sagen okay Moment da war was.

00:27:31: das Wort Ist nicht gut.

00:27:33: Ich nehme vielleicht ein anderes.

00:27:34: oder ich frage nach Was kann ich denn als Alternative nutzen?

00:27:37: Oder Was für Pronomen hast du die ich nutzen kann?

00:27:42: genau?

00:27:44: Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, dass dieses Thema auch ganz viel mit emotionaler und sozialer Intelligenz oder mit emotionalem und sozialen Feingefühl zu tun hat.

00:28:00: Was ich mit dieser Frage oder vielleicht auch mit dem Kommentar – was darf man noch eigentlich sagen?

00:28:07: Aufverbinde sind eigene Gefühle, mit denen man sich auseinandersetzen kann.

00:28:12: Wie gehe ich damit um, wenn – vielleicht gerade dafür auch Schäme – es ist unangenehm, dass mir etwas Misslungen ist?

00:28:20: Oder vielleicht kehrt sich das dann in Wut um.

00:28:23: Und es gibt ganz tolle Bücher angefangen mit Exit Races und zum Beispiel von Topoka Ogete die ja auch darauf aufmerksam machen, dass dieser Prozess sich mit Diskriminierungskritik auseinanderzusetzen damit verbunden ist, sich mit eigenen Emotionen auseinanderzusetzen.

00:28:43: Und wenn man ganz am Anfang dieses Weges ist kann das sein dass es ein ganz hohes Bedürfnis gibt Dinge von sich abzuwehren die nicht so ins eigene Selbstkonzept passen.

00:28:53: Man geht davon aus dass man ein fairer Mensch ist und dann wird man darauf aufmerksam gemacht dass man aber gerade Äußerungen getätigt hat also eine rassistische Wirkung haben oder eine anders diskriminierende Wirkung grundsätzlich nachvollziehbar, dass es dann erst mal vielleicht unangenehm ist sich damit auseinanderzusetzen.

00:29:11: Aber wenn man das schafft und so wie Ayla auch gerade gesagt hat also das auch annimmt und merkt momentmal vielleicht gibt's da etwas was ich grade über mich selber nochmal aktualisieren kann?

00:29:24: Dann geht damit ja auch eine Entwicklung einher eine die tatsächlich fairer und gerechter werden kann.

00:29:31: Und Kritikfähigkeit ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

00:29:34: und das Nächste ist ja jetzt spreche ich diese Emotionen an.

00:29:38: Das ist dann etwas was man vielleicht auf der Seite wenn man selber etwas Diskriminierendes gemacht hat passieren kann.

00:29:45: aber das sollte dann nicht zentralisiert werden sozusagen also Eile hat es ja gerade richtig gut beschrieben am besten ist es dann einfach in einer Situation den eigenen Fehler anzunehmen die ich jetzt gerade noch beschrieben habe, die kann man dann separat für sich auch noch weiterführen.

00:30:02: Aber das ist nicht die Aufgabe des Gegenübers, sich damit

00:30:05: auseinanderzusetzen.".

00:30:07: Und dieser Weg der Selbstreflexion ist ja auch nicht immer bequem sondern oft steinig!

00:30:13: Macht es Sinn Menschen mit denen man im erkotherapeutischen Prozess zu tun hat nach ihrer selbst Bezeichnung zu fragen um hier nicht auf ein sprachliches Glatteis zu kommen?

00:30:25: Also, wenn ich nach Pronomen frage in einer Behandlung und wir machen das bei uns teilweise auch oder schreiben es bei uns in die Akten oder als Vermerk dazu.

00:30:34: Wenn jemand vielleicht in der Transition ist und das wichtig ist dass zum Beispiel den Date Name nicht genannt wird weil der Prozess des Namensänderungs schon im Gange ist und es wahnsinnig wichtig ist die Person auch zu bestärken dem neuen Namen, dem ausgewählten Namen ist es Wahnsinnig Wichtig nochmal zu gucken.

00:30:52: okay wie sind die Ponomen dass man sich dann nicht vertut.

00:30:55: Selbstbezeichnungen sind ja in dem Fall keine Pognomen, sondern auch selbstgewählte Bezeichnung für ein Selber, sind aber für die Behandlung selber nicht unbedingt von Bedeutung.

00:31:05: Es sei denn es geht da drum, aber Selbstbezeichnung umschließt ja dann eher so politische Sachen wie ich.

00:31:13: Ich bin weiß und schwarz Ich bin BIPOC und sind für die erruterische Deutschbehandlung im meisten Fall eher interessant.

00:31:22: Und müssten jetzt nicht erfragt werden, wenn jemand im Vertrauen oder im Gespräch so ist erzählt oder vielleicht ist was passiert?

00:31:29: Ist es etwas anderes.

00:31:31: aber im Normalfall sind ja Selbstbezeichnungen

00:31:34: nicht

00:31:34: relevant.

00:31:35: das finde ich wahnsinnig wichtig nochmal zu unterscheiden weil das natürlich auch Grenzen sonst sprengt dass sich Grenzen überschreite mit dem Gedanken Ich wollte ja nur mal fragen.

00:31:47: Und am Strich, welche Handlungsempfehlungen können Sie Ihren KollegInnen mit auf den Weg geben?

00:31:53: Also in unserer Broschüre haben wir die Handlungsermpfehlung auch noch natürlich drin.

00:31:57: Es wäre nicht möglich, wenn wir die nicht drin hätten.

00:32:00: Wir haben sie in verschiedener Art und Weise, sag ich mal drinnen.

00:32:07: die einfach ganz klar sagen, wir haben ja verschiedene Felder.

00:32:10: Da ist es wichtig sich weiterzubilden und sich mit dem Thema zu beschäftigen, sich über verschiedene Medien weiterzubilde, ob es über verschiedene Podcasts, über Filme oder Serien, über Bücher, was auch immer.

00:32:24: über Internetseiten gibt es ganz viele Empfehlungen, die wir natürlich teilweise drin haben damit wir natürlich die Leute nicht so lassen und sich denken, wie starte ich denn?

00:32:35: Es gibt ganz viele tolle verschiedene Möglichkeiten.

00:32:38: Ein zweiter Punkt wäre natürlich Eli sein.

00:32:40: Dann bringen wir noch ein neues Wort mit rein was einfach heißt jemanden zu unterstützen und sich verbinden um zu zeigen okay ich unterstütze in irgendeiner Form und Weise die verschiedenen Formen kann man ganz oft zum Beispiel auch sehen beim CSD.

00:32:59: tolles Format.

00:33:00: Es ist völlig egal, wie du aussiehst wer du bist wenn du die unterstützt.

00:33:04: Da wird sich jeder freuen und sagen toll finde ich cool schön dass du da bist.

00:33:10: Diskriminierung zu benennen wenn ich sie sehe und so anzusprechen auch ein wichtiger Punkt der dazu gehört oder sich auch die eigenen Privilegien in der Realität bewusst zu machen und sagen, oh ich habe die Möglichkeit in meine Privilegen und auch meine Status- oder meine Möglichkeiten zu nutzen um euch auf etwas Aufmerksam zu machen.

00:33:28: Und das dann auch zu tun ist eine tolle Sache und es sollte auch auf jeden Fall genutzt werden.

00:33:34: Und weil wir das eben auch noch hatten, die Sprache zu verändern, Sprache anzupassen und vermehrte diskriminierungskritische Sprache zu verwenden, damit niemand verletzt wird um einfach sich anzupassen.

00:33:50: Im Sinne von wen verletze ich mit meiner Sprache?

00:33:53: und wenn nicht?

00:33:54: Und gibt es Möglichkeiten?

00:33:55: natürlich Menschen nicht so verletzen weil das besten Fall gar nicht mal in Intention ist.

00:33:59: sie möchte nicht verletzten und ich möchte auch nicht dass ich durch Sprache weil ich einen Moment man nicht nachgedacht habe zu verletzn.

00:34:08: was immer hilfreich ist, dass wenn man sich Menschen aussucht mit denen man sich austauschen kann und wir haben ja Einer sagte gerade schon Wir haben verschiedene Materialien die wir dann vorschlagen Filme Podcasts alles mögliche um sich Information zu suchen.

00:34:25: Und diese Liste ist unvollständig.

00:34:27: Es wird auch hoffentlich immer mehr neue Medien geben um sich auseinanderzusetzen.

00:34:32: Was ich aber auf jeden Fall noch empfehlen möchte ist diese Checkliste die man sich am Ende unserer Broschüre ausschneiden kann.

00:34:41: Die kann man für sich selbst nutzen, um die mal durchzugehen.

00:34:45: aber das ist natürlich auch ein cooles Medium, um sich vielleicht mit anderen auszutauschen.

00:34:51: Mit befreundeten Ergust zum Beispiel, mit den Kollegen, mit dem eigenen Team, Lehrkräften mit allen möglichen Menschen, mit denen man in der Ergotherapie zu tun hat gewissermaßen zusammenarbeitet um ins Gespräch zu kommen.

00:35:09: Um sich gegenseitig zu reflektieren auszutauschen und weiterzubringen.

00:35:14: also ich glaube dass die Checkliste da einfach auch schon mal ein ganz hilfreiches Medium bietet.

00:35:20: aber nicht nur die.

00:35:21: also in der ganzen Broschüre finden sich immer wieder einmal ein paar Punkte und Reflexionsfragen die man für sich selber durcharbeiten kann, aber eben auch über diese Punkte dann in Austausch gehen kann.

00:35:33: Und das ist glaube ich immer hilfreich weil ja doch einfach sozial lernen können.

00:35:38: und mir ist es irgendwie noch ein Anliegen einen Punkt anzusprechen.

00:35:43: der hängt auch nochmal so ein bisschen mit der Vorlesung zusammen die ich ganz zu Anfang angesprochen habe denn was mir besonders hängen geblieben ist ist dass da Frank Kronenberg damals auch gesagt hat Being human is not a given.

00:35:59: Also Menschsein ist keine Selbstverständlichkeit, sondern die Art wie wir miteinander umgehen, die wirkt sich darauf aus ob wir quasi das Menschsein fördern ermöglichen stärken oder eher dagegen wirken und einander endmenschlichen.

00:36:19: Und das finde ich es besonders im Kontext von Diskriminierung ganz wichtig ist es ja für die meisten Menschen wirklich eher ein Anliegen, dass wir das Menschsein unterstützen.

00:36:34: Und von daher sollten wir eben auch die Art, wie wir handeln darauf

00:36:38: ausrichten.".

00:36:39: Ich hätte noch einen Zitat von Julia selber und zwar als wir darüber gesprochen haben, ist jetzt eingefallen.

00:36:46: Menschferdung entsteht mit der Art, Wie wir miteinander agieren?

00:36:49: Das eigene Mensch sein und das Gegenüber können wir dadurch gestalten und erhalten fand ich so schön, deswegen habe ich es aufgeschrieben.

00:36:57: Und ich finde das passt sehr gut.

00:36:59: und was ich tatsächlich auch sehr gut finde wir haben die brochure jetzt ja ein paar mal erwähnt.

00:37:03: sie ist online als pdf komplett umsonst herunterladbar egal ob man dve Mitglied ist oder nicht und dass ist das schöne weil diskriminierung kritische ergotherapie sollte nicht abhängig davon sein ob ich Mitglied bin oder nicht sondern sollte immer Möglichkeiten geben darauf zuzugreifen und das war uns wichtig Und deswegen ist das Ganze umsonst herunterladbar und für jeden einsichtbar.

00:37:30: Das sollte, finde ich auch so sein, dass es Möglichkeiten gibt sich damit auseinanderzusetzen ohne... Also es ist natürlich schön wenn man sagt Ich möchte jetzt gerne einen Kurs besuchen.

00:37:40: Das ist immer sehr schön sich damit nochmal auseinandersetzen.

00:37:43: aber für den Start und für den Anfang ist es wahnsinnig gut zu sagen okay es kostet mal kein Geld.

00:37:50: Natürlich kostet Wissen immer ein bisschen Geld weil sie auch da was hintersteckt, aber für den Beginn ist es finde ich super wichtig dass wir da keine Unterschiede machen ob jemand Geld hat oder nicht sondern das ist für alle verfügbar.

00:38:05: Frau Serka und Frau Moore vielen Dank fürs Gespräch!

00:38:12: Und hier runter scrollen und schon findet sich die Broschüre zur diskriminierungskritischen Ergotherapie zum kostenlosen Download.

00:38:33: Hier wiederhole nochmal, die Seite ist www.dve.info.

00:38:38: Toll dass diese Informationen jeder und jedem die oder der sich dafür interessiert zur Verfügung gestellt werden.

00:38:45: Wir hoffen, dass wir ihnen wieder spannende Aspekte eines Themas geboten haben.

00:38:50: Die sich diskutieren, vertiefen und analysieren lassen – vielleicht auch im Hinblick auf Selbstreflexion?

00:38:57: Bis bald sagen Erich Wittenberg

00:38:59: ...

Über diesen Podcast

Hören Sie hier kompakte Informationen von Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen in ganz Deutschland. Themenschwerpunkte: Politik, Gesundheit, Wirtschaft, Kultur. Auf den Punkt gebracht von Andrea Protscher.

von und mit Andrea Protscher

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